Ausgabe: Januar 2012 14.01.2013


 Herzliche Einladung

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2013 begeht die ganze Musikwelt den 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi. Im Rahmen unserer Konzerte möchten auch wir diesen bedeutenden italienischen Meister des 19. Jh. gedenken. 
Unter dem Titel "Viva Verdi" bringen schweizer Musiker Susanne Haller (Sopran), Jürg H. Frei (Querflöte) und Emanuele Jannibelli (Orgel) u. a. seine Kompositionen zu Gehör.

Im Namen der Vereinigung "Freunde der Kirchenmusik in Vaz/Obervaz" freue ich mich, Sie zu diesem Konzert einladen zu dürfen. Über Ihr Kommen freuen wir uns und verbleiben

mit freundlichen Grüssen

Dr. Alexander Koschel, Hauptorganist
http://www.organist-koschel.com/
 



Susanne Haller, Rüti (CH)

wurde in der Nähe von Zürich geboren. Sie begann ihre musikalische Ausbildung mit Klavier und Ballett. Bereits im Gymnasium wurde sie in Gesang unterrichtet. Nach der Matura absolvierte sie das Romanistikstudium an der Universität Zürich, welches sie mit einer Lizentiatsarbeit über Richard Wagner und die Romantik abschloss.
Nach dem am Konservatorium Zürich erfolgten Gesangstudium ging sie mit einem Stipendium der Stadt Paris ans Conservatoire nationale de Paris und erwarb dort das Solistendiplom.
Meisterkurse bei Sena Jurinac und Edith Mathis vervollständigten ihre Ausbildung. Im Rahmen des Opernstudios am Opernhaus Zürich IOS wirkte sie in diversen Produktionen mit.

Konzerte führten sie neben Auftritten in der Schweiz an die Musikfestwochen Milstatt, nach Budapest und Wien. Sie gastierte am Théâtre du Châtelet in Paris, machte Konzertaufnahmen mit Radio France und gab Solorezitals in Saint Sulpice.
Als Solistin des Salonorchesters St. Moritz tritt sie regelmässig am Polyball in Zürich auf. Ihr Répertoire reicht von der Operette und Oper über geistliche Musik bis zur Liedinterpretation. Zum Chopin- Gedenkjahr widmete sich Susanne Haller der Interpretation dieses unbekannte Liedgutes und wurde dabei vom polnischen Kulturministerium unterstützt.



Jürg H. Frei, Zürich (CH)

begann mit 5 Jahren autodidaktisch Klavier zu spielen. Nach anschliessend zehn Jahren Klavierunterricht entschied er sich für das Flötenstudium, das er am Konservatorium Winterthur bei Willy Urfer, dem damaligen Soloflöstisten des Radioorchesters Beromünster, abschloss.
Dann gewann ein Stipendium zur Konzertausbildung bei Aurèle Nicolet an der Musikhochschule Freiburg i/B. Er wirkte im damaligen Radioorchester Beromünster, im Stadtorchester St. Gallen, im Tonhalleorchester und Opernhausorchester Zürich und in andern symphonischen Formationen mit, unterrichtete an der neu gegründeten Musikschule Oberengadin und zusammen mit Conrad Klemm in Kursen am Kulturzentrum Laudinella St. Moritz und war solistisch und kammermusikalisch in diversen Kammermusikensembles tätig.
Nach dem Medizinstudium an der Universität Zürich erhielt seine Dissertation über Gehörschäden bei Orchestermusikern 1982 den Hauptpreis der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich.
Er war zehn Jahre als Redaktor beim Schweizerischen Musikerverband tätig. Auf persönliche Einladung Herbert von Karajans hielt er im Rahmen dessen Stiftung Vorträge über "Gehörschäden durch laute Musik", "Die Wahrnehmung der eigenen Stimme" und "Musik und Medizin".

Konzertreisen als Kammermusiker führten Jürg H. Frei in die Musikzentren Europas und nach Nordamerika, die ihm gewidmete Flötensonate Paul Hubers brachte er in London in der Wigmore-Hall zur Uraufführung.
Sein vielseitiges Répertoire reicht vom Barock bis zu eigens für ihn geschriebenen Werken.



Emanuele Jannibelli, Glarus/Stäfa (CH)

1962 als Sohn italienischer Eltern in Horgen am Zürichsee geboren, besuchte das für seine musikalische Tradition bekannte Literargymnasium Rämibühl, Zürich, und liess sich nach der Matura an der Universität Zürich zum Sekundarlehrer sprachlicher Richtung ausbilden. Gleichzeitig studierte er Orgel bei Jakob Wittwer und später bei Rudolf Meyer (Konzertdiplom mit Auszeichnung 1993) am Konservatorium Winterthur.
Bei Ludger Lohmann, Stuttgart, und Marie-Louise Langlais, Paris, (Prix d’excellence 1995) bildete er sich weiter.
Als Pianist war er Schüler von Boris Mersson und Katharina Auf der Maur.

Neben einer intensiven Konzerttätigkeit auf allen Tasteninstrumenten ist er Dozent an der Hochschule der Künste Zürich, Redaktor der Fachzeitschrift "Musik und Gottesdienst" und Hauptorganist der Stadtkirche Glarus.
Mit seiner Familie wohnt er in Stäfa, wo er vor kurzem zum künstlerischer Leiter der traditionsreichen Lesegesellschaft gewählt wurde.

www.jannibelli.ch  


 Das Programm: 

Pfarrkirche San Carlo
Mittwoch, der 23. Januar 2013, 17.30 Uhr
 
"Viva Verdi" - Concerto per soprano, flauto e organo

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Vorrei spiegarvi, o Dio
Aria für Flöte, Sopran und Orgel

Gaetano Donizetti (1797-1848)
Gratias agimus
für Flöte, Sopran und Orgel
Spargi d’amor pianto
Arie aus Lucia di Lammermoor für Flöte, Sopran und Orgel

Giuseppe Verdi (1813-1901)
Tacea la notte placida / Di tale amor che dirsi
Szene und Aria der Leonora aus Il Trovatore
Addio del passato
E strano / Sempre libera
Rezitativ und Aria der Violetta aus La Traviata



  • 06.02.13, 17:30 Uhr, "Choräle à la carte" - Orgelkonzert
    Die Kunst der Improvisation mit Claus Erhard Heinrich
  • 20.02.12, 17:30 Uhr, "Nossas canzuns e nossas vouschs" -
    Chorkonzert mit Chor da donnas Vaz & Chor viril e baselgia Vaz 
  • 24.02.2012, 16:00 Uhr, "Die Orgelmaus" -
    Ein Gesprächskonzert für Kinder mit Ursula Baumann & Alexander Koschel
  • 06.03.13, 17:30 Uhr, "Fagotissimo" -
    Konzert für Fagott und Orgel mit Gabor Meszaros & Wolfgang Kleber
  • 20.03.13, 17:30 Uhr, "Music for a while" -
    Konzert für Gesang und Orgel mit Martina Hug & Andrea Kuratle

  CDs & Noten - unsere Empfehlung: 

  CD "Kompositionen für Corno da caccia und Orgel / Die Orgel der evang. Kirche in St. Margrethen/SG": 

 
Die Hörgewohnheit für Hornmusik hat den weiten, weichen Klang des heutigen Waldhornes im Symphonieorchester während des ganzen 20. Jahrhunderts zum Standard auch für solistische Hornmusik gesetzt. Im Barock und bis zum Beginn der Romantik war das Horn aber ein eher hohes Blechblasinstrument, das seiner Lage wegen häufig auch von Trompetern geblasen wurde. Dabei verzichtete man mehrheitlich auf die Stopftechnik, die nur zum Erreichen bestimmter Töne eingesetzt wurde und blies mit offenem Schallstück. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts begann man, die Hornliteratur des 18. Jahrhunderts wieder zu entdecken und strebte einen helleren, ungestopften Klang an, der dieser Musik besser entspricht. So konstruierte man Ventilhörner mit engerer Mensur in hohen Stimmungen. Der deutsche Pionier dieses Instrumentes, Prof. Ludwig Güttler, hat dafür die barocke, von J. S. Bach oft gebrauchte Bezeichnung „Corno da Caccia“ allgemein beliebt gemacht.
 
Der schweizerische Orgelbau Felsberg ist für seine Vorliebe für die Fertigung verschiedener historisch orientierter Stilkopien bekannt. Ein Paradebeispiel ist die 1992 fertiggestellte Orgel der evangelischen Kirche in St. Margrethen im Kanton St. Gallen. Das Instrument verfügt über 21 klingende Register auf zwei Manualen und Pedal und ist im Stil einer mitteldeutschen Barockorgel erbaut, welche der berühmte sächsische Hoforgelbauer Gottfried Silbermann (1683–1753) für die zahlreichen Dorfkirchen im damaligen Königreich Sachsen geliefert hat. Für die Disposition und Gehäusegestaltung der Orgel in St. Margrethen dienten als Vorbild unter anderem seine Instrumente in Forchheim (1726), Reinhardtsgrimma (1731), Crostau (um 1732), Grosshartmansdorf (1741) und Fraureuth (1742).
 
Die CD kostet 25 Fr. (zzgl. Versandspesen) und kann bei Dr. Koschel (alexander.koschel@gmx.ch) direkt bestellt werden.
 
Sie ist auch erhältlich in:
  • Bei Orgelkonzerten an der Abendkasse.

  CD "S. Scheidt - Das Orgelwerk, Vol. 4 / Die Abbrederis-Orgel (1690) in St. Franziskus Mon": 

 
Samuel Scheidt gehört zu den herausragenden musikalischen Vertretern seiner Epoche. Die Bedeutung seines Schaffens als Meilenstein der Entwicklung der Orgelmusik ist ein Anlass, das gesamte überlieferte Orgelwerk dieses Komponisten in einer CD-Reihe aufzuzeichnen. Für die Aufnahmen wurden Instrumente gewählt, die einen zeitlichen, geographischen oder stilistischen Bezug zu Scheidt nehmen und so seine Musik authentisch erklingen lassen.
 
Im schweizerischen Kanton Graubünden auf der Strasse von Thusis nach St. Moritz liegt malerisch am Nordosthang des Piz Curver direkt oberhalb von Tiefencastel das Bergdorf Mon.
Die 1643 erbaute reich ausgemalte und üppig ausgestattete Barockkirche St. Franziskus (S. Francestg) birgt einen besonderen Schatz – eine Orgel des Vorarlberger Orgelbauers Matthäus Abbrederis (1652– um 1725) aus Rankweil. Das einmanualige Werk mit angehängtem Pedal hat 8 klingende Register und mechanische Schleiflade. Es ist heute nicht nur die älteste und wertvollste Denkmalorgel in Graubünden, sondern auch das älteste erhaltene Instrument von Matthäus Abbrederis.
 
Die CD kostet 25 Fr. (zzgl. Versandspesen)
und kann bei Dr. Koschel (alexander.koschel@gmx.ch) direkt bestellt werden.
 
Sie ist auch erhältlich in:
  • Bei Orgelkonzerten an der Abendkasse.

  CD "Die Felsberg-Orgel der Pfarrkirche San Carlo, Lenzerheide/Lai": 

 
Eine intensive Musikpflege in den Städten und an den fürstlichen Höfen des 16.-18. Jahrhunderts im mitteldeutschen Raum hat ein reiches musikalisches Erbe hinterlassen, das zu einem großen Teil lange Zeit vergessen war und erst mit dem Interesse am Schaffen J. S. Bachs zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Erscheinung zu treten begann. Die wissenschaftliche Erforschung und Auswertung dessen wurde jedoch zunächst nur dann betrieben, wenn sich ein unmittelbarer Bezug zum Leben und Wirken Johann Sebastian Bachs herstellen ließ. Erst in der jüngsten Zeit erlebte so manche bedeutende jedoch lange kaum beachtete Persönlichkeit ihre Wiedergeburt.
 
Die Orgel der Pfarrkirche in Lenzerheide wurde 1980 durch die Felsberg-Orgelbau AG fertiggestellt. Das Instrument bietet sich für die Intrepretation deutscher Musik der Renaissance und des Barock hervorragend an. Im Rahmen der Orgelrevision von 2008 wurde die ursprüngliche Temperatur in Anlehnung an Kirnberger zugunsten der J. S. Bach-Stimmung nach E. Jobin geändert.
 
Die CD kostet 20 Fr. (zzgl. Versandspesen)
und kann bei Dr. Koschel (alexander.koschel@gmx.ch) direkt bestellt werden.
 
Sie ist auch erhältlich in:
  • Blaesi Sport & Mode AG (Voa Principala 62, Lenzerheide/Lai)
  • Bei Orgelkonzerten an der Abendkasse.

  Noten-Neuausgaben

 

Reihe "Vergessene Romantik"

J. G. Eduard Stehle (1839-1915) Phantasie für Orgel über Pater A. Zwyssig's Schweizer Psalm (heutige schweizerische Nationalhymne)
Herausgegeben von Alexander Koschel
- Katalog-Nr. F-3908-7 
- ISMN 979-0-000-00156-5 

George. W. Morgan (1823-1892) Russische Hymne mit Variationen "Gott sei des Zaren Schutz" (Боже Царя храни)
Herausgegeben von Alexander Koschel
- Katalog-Nr. F-3910-1
- ISMN 979-0-000-00159-6 

Diese Notenausgaben können im Webshop des FAGOTT-Orgelverlags (www.fagott-shop.de), im Fachhandel oder bei Dr. Koschel (alexander.koschel@gmx.ch) direkt bestellt werden.
 

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Kath. Kirchgemeinde Vaz/Obervaz

 


 

 


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Vereinigung "Freunde der Kirchenmusik Vaz/Obervaz"
CH-7078 Lenzerheide/Lai
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